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Phoenix 3D Metaal: “Wir dachten, wir hätten alles im Griff – bis wir die Daten sahen.”

Phoenix 3D Metaal mit Sitz in den Niederlanden ist Spezialist für das Tiefziehen und Umformen von Blechen. Mitinhaber Jan-Willem van Hooft verfolgt eine klare Mission: Der CO₂-Fußabdruck des Unternehmens soll bis 2028 um 90 % reduziert werden. Obwohl neue Faserlaser bereits zur Effizienz beitrugen, blieb der Gesamtstromverbrauch eine Black Box. Die zentrale Frage war: Wo genau geht die Energie verloren?

Sofort-Maßnahme: Pressen werden in den Pausen nun konsequent abgeschaltet.

Infrastruktur: Druckluft-Leckagen wurden identifiziert und sofort behoben.

Großprojekt: Eine gezielte Modernisierung senkte den Verbrauch der Hauptpresse um 70 %.

Der Anfang

Nachhaltigkeit wird bei Phoenix 3D Metaal proaktiv angegangen. Da Kunden immer häufiger nach „grünen“ Lieferketten fragen, ist das Thema fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Jan-Willem van Hooft wusste zwar, dass die sechs Abkantpressen und Laser die größten Verbraucher waren, doch die genaue Verteilung fehlte. Auf Empfehlung eines Partnerunternehmens stellte er Sensorfact auf die Probe:

„Wir hatten zwar eine Vermutung, aber wir wollten uns nicht mehr auf unser Bauchgefühl verlassen, sondern schwarz auf weiß wissen, was Sache ist.“

Die Lösung

Die Installation der Sensoren war laut Jan-Willem „ein Kinderspiel“. Ohne die Produktion zu unterbrechen, wurden die Klemmsensoren an Lasern, Robotern und schweren Pressen angebracht. Schnell herrschte Klarheit: Während die neuen Laserschneidmaschinen überraschend sparsam waren, entpuppten sich die hydraulischen Pressen als wahre Energiefresser. Eine einzige Presse verursachte im Leerlauf bereits Stromkosten von 18 € pro Stunde. Jede Pause und jeder unnötige Maschinenlauf verbrannte somit bares Geld.

Die Ergebnisse: Von Quick Wins zu strategischen Investitionen

Die erste Maßnahme zeigte sofort Wirkung: Alle Pressen werden nun während der Pausen konsequent ausgeschaltet. Das größte Potenzial bot jedoch die 8.000-Tonnen-Loire-Presse, die allein für ein Drittel des gesamten Werksverbrauchs verantwortlich war. Dank der fundierten Daten von Sensorfact wurde ein umfassendes Modernisierungsprojekt gestartet:

  • Elektrifizierung: Hydraulikkomponenten werden durch effiziente elektrische Antriebe ersetzt.
  • Effizienz: Alte 55-kW-Motoren werden gegen moderne, sparsame Varianten ausgetauscht.
  • Ergebnis: Eine Reduzierung des Energieverbrauchs dieser Maschine um voraussichtlich 60-70 %.

Zudem zeigten die Messungen im Stillstand, dass die Kompressoren aufgrund von Leckagen im Druckluftsystem unnötig oft ansprangen – auch dieses Problem konnte sofort gelöst werden. Der Weg zur 90-prozentigen Reduzierung wurde so durch konkrete Einsparungen beim Eigenverbrauch erfolgreich geebnet.

Quote

Wir sind fast vom Stuhl gefallen, als wir den Verbrauch dieser Pressen im Leerlauf sahen. Dank der Daten von Sensorfact können wir nun gezielt in die Projekte investieren, die den größten Impact auf unsere Energiebilanz haben.

Jan-Willem van Hooft Phoenix 3D Metaal Mitinhaber

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